Heizen mit PV
Mit einer herkömmlichen Photovoltaikanalage wird vorwiegend tagsüber Strom für Ihren Haushalt erzeugt. Ein großer Teil davon wird ins Netz eingespeist, weil Sie unter normalen Bedingungen nicht mehr als 30% Ihres erzeugten Stroms selbst verbrauchen können.
Die zusätzliche Installation eines Batteriespeichers ist lohnend, da so die Eigennutzung auf etwa 60 % verdoppelt wird. Allerdings sind Batteriespeichersysteme nach wie vor recht teuer.
Die Frage ist also, wie kann ich meinen selbst erzeugten Strom noch besser nutzen und ihn neben der reinen Stromerzeugung direkt im eigenen Haushalt verbrauchen?
Die Lösung: Wir wandeln Solarstrom wieder in Wärme um.
Warmwasser mit Photovoltaik
Bisher ist das Prinzip Warmwasser aus Sonnenenergie vor allem aus der Solarthermie bekannt. Das sind Anlagen, die kompliziert und wartungsintensiv sind und in der Übergangszeit und im Winter nicht sehr effizient arbeiten.
Mit einer PV-Anlage können Sie heute viel günstiger und intelligenter Warmwasser aufbereiten.
Mithilfe von Heizstäben, ähnlich wie ein guter alter Tauchsieder, wird überschüssiger Solarstrom aus Ihrer PV-Anlage für die Erwärmung von Warmwasserspeichern genutzt. Das hört sich einfach an. Das ist es auch. Die Solarenergie wird erst dort in Wärme umgewandelt, wo sie benötigt wird.
Es wird weder eine Verbindung zum Stromnetz gebraucht, noch braucht man Rohre oder Pumpen wie bei der Solarthermieanlage. Kein Frostschutz, keine thermische Desinfektion von Leitungen, keine teuren Wartungskosten. Und… Photovoltaikmodule sind mittlerweile günstiger als Sonnenkollektoren.
Nutzen Sie Ihren überschüssigen Solarstrom für die Erzeugung von Warmwasser, können Sie Ihren Eigenverbrauch auf bis zu 70% steigern. Das holt Ihre Investitionskosten schnell wieder rein und senkt Ihre Energiekosten dauerhaft. Denn anders als wir es bisher gelernt haben, gilt bei selbst erzeugten Solarstrom: Halten Sie Ihren Energiebedarf so hoch wie möglich, dann sinken Ihre Kosten. Oder anders ausgedrückt: Nutzen Sie Strom vom eigenen Dach möglichst selbst.
Heizen mit Photovoltaik
Bisher ist es meist so, dass nur etwa 30% des selbst erzeugten PV-Stroms im eigenen Haushalt genutzt wird und die restlichen 70 Prozent ins Stromnetz eingespeist werden. Das ist lukrativ. Allerdings sinken die Vergütungen in den letzten Jahren. Dafür steigen die Kosten für fossile Brennstoffen weiter und auch die Stromkosten sind gerade in Deutschland enorm hoch.
Photovoltaik geht in die andere Richtung. Es wird immer günstiger und auch effektiver – ein Überschuss an Strom entsteht. Dieser sollte intelligent und vor allem für den Eigenbedarf genutzt werden.
Grundsätzlich benötigen Sie eine leistungsstarke PV-Anlage und ein gut gedämmtes Haus. Bei Neubauten und Sanierungen ist das aber meist selbstverständlich. Ob das für Ihr Gebäude gegeben ist und somit eine passende Option ist, können wir vor Ort mit Ihnen ermitteln.
In Verbindung mit einer PV-Anlage bieten sich Elektroheizungen an, die als Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen eingesetzt werden.